Erstaufnahmezentrum für Asylsuchende Churwalden CH

Zusammenarbeit mit: Rhomberg Bau AG, St. Gallen und Sohm AG, Widnau
Neubau Asylheim in Vollholzbauweise, Gesamtleistungswettbewerb 2014, 4. Rang

Ortsbauliche Einbindung

Der Bauplatz Meiersboden wirkt durch die Einengung der Topographie abgelegen, ist aber unweit von Chur. Bauten für den Strassenunterhalt, kleine Industriebetriebe, prägen den Ort. Einzelne Wohnbauten können sich gegenüber den industriellen Bauten behaupten. Es sind Bauten, die von der Bauweise der in diesem Gebiet ansässigen Valser geprägt sind, Bauten, die in der Körnung und Setzung eigenständig stehen und durch ein Miteinander kleine Ensembles und Höfe bilden.

Das neue Asylheim soll eines dieser wohnlichen Bauten im Tal der Plessur werden. Die architektonische Idee und Haltung für das Asylheim strebt an, verfolgten und gepeinigten Menschen ein Zuhause zu bieten und keine Wohnmaschine zu sein. So besteht das neue Asylheim aus einer einfachen Häusergruppe: einem aufgegliederten Hauptgebäude und einem kleinen Schopf. Mit seiner Setzung schmiegt sich der Hauptbau an den Waldrand, um eine möglichst grosse Grünfläche nach Südwesten und Westen freizuspielen. Der kleine Schopf, ein Gebäude mit Nutzungen, die den Austausch und das Zusammenleben fördern sollen, spannt zusammen mit dem Hauptbau einen Hofraum auf.

Raumdispositiv

Das räumliche Dispositiv folgt einer horizontalen Raumentwicklung und enthält im Erdgeschoss alle rollstuhlgängigen und administrativen Räume, sodass das Gebäude ohne Lift auskommt. Die Zimmer, Aufenthaltsraum, Küche sowie Waschküche für Asylsuchende sind im 1. und 2. Obergeschoss untergebracht. In den oberen Geschossen ist der Korridor Erschliessung zu den Zimmern und geräumiger Aufenthaltsraum zugleich. Die künftigen Bewohner haben unterschiedlichste Ethnien, Religionen und Bräuche. Die so ausgelegten Räume soll Frauen, Kindern, Männern ein kurzfristiges Zuhause bieten, dass diesen Menschen in gegenseitigem Respekt und unter menschenwürdigen Umständen leben können.

 Konstruktion und Materialität

Der Rohbau des Gebäudes wird mit Vollholzelementen gebaut. Aussenwände, Geschossdecken sowie die tragenden Innenwände werden mit Diagnaldübelholz-Elementen errichtet. Die Aussenwände sind mit einer vertikalen hinterlüfteten Fichtenschalung verkleidet, die mit einer pigmentierten Lasur gestrichen ist, die das Holz vor Pilzbefall schützt und der Fassade eine vorvergraute Optik gibt.

Pin It on Pinterest

Share This