Solarhaus II, Gelterkinden CH, Einfamilienhaus

Bau Jahr 1999 Energiestandard: Passivhaus

Projektbeschrieb

Das Solarhaus ll ist ein Passivhaus, bei dem neben der Solararchitektur niedrige Gestehungskosten im Vordergrund standen. Es wurde als Holzbau industriell vorfabriziert und gefertigt. Der Gebäudequerschnitt hat die für Solarhäuser ideale Raumtiefe von 5.5 m und verfügt über einen vorgelagerten Wintergarten. Dieser bildet die transparente Wärmedämmung TWD des Hauses und erstreckt sich mit einer Tiefe von 1.8 m über die gesamte Südfassade. Zwei ganzflächige Wärmeschutzverglasungen (U-Wert 1.1 W/(m²K), g-Wert 0.6) bilden den räumlichen Abschluss des Wintergartens nach aussen und zum Wohnraum.

Mit der Ausbildung der TWD als Wintergarten gewinnt das Gebäude räumliche Qualität mit eindrucksvoller Aussicht nach Süden. Dadurch entfallen Mehrkosten, die ausschliesslich energetisch begründet sind. Das einfallende Sonnenlicht wird das ganze Jahr über von den dunklen Betonoberflächen im Wintergarten absorbiert, im Winter zusätzlich von den Oberflächen im Wohnbereich.

 

Die dunklen Fussböden erhöhen den Energieeintrag nur marginal und vermindern Temperaturschwankungen, indem das einfallende Licht als Wärmeenergie direkt in die Betonspeichermasse abgeleitet wird.

Der Überhitzungsschutz ist so einfach wie sicher. Wenn in der Übergangszeit die Energieeinträge zu gross sind, wird die äussere Wintergartenverglasung geöffnet, so dass die absorbierte Wärme abgelüftet wird. Im Sommer ist der Wintergarten grossflächig geöffnet und die Wintergartenböden verschatten den Wohnbereich effizient.

Das Prinzip des energieoptimierten Bauens wurde an diesem Gebäude durch eine kompakte Bauweise mit uneingeschränkter Südverglasung umgesetzt. Es entstehen gut belichtete Innenräume und ein direkt angeschlossener attraktiver Wintergarten. Die imposante Südverglasung und die flächigen Holzfassaden mit rahmenlosem Bandfenster über Eck prägen das äussere Erscheinungsbild.

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