„KOKON“ an der Rietstrasse 23, Erlenbach

„KOKON“ an der Rietstrasse 23, Erlenbach

EnergiestandardSIA/MuKEnAuftragsart/ RealisierungPreis Wettbewerb/ Realisierung 2018-19GebäudetypologieMehrfamilienhaus 4 WEGeschossfläche  690 m²  BaukostenCHF 1.9 Mio.BauherrschaftPrivat   Projektbeschrieb Die unterschiedlichen Projektleitbilder zusammen mit dem durch das Baugesetz und den Servituten definierten Baufeld benötigten zunächst eine Gewichtung und Rangierung.Primär wurde das Ziel der Seesicht verfolgt, welche direkten Einfluss auf die Wohnqualität hat. Diese nimmt vertikal im Gebäude zu.Im 1. Obergeschoss besteht die Möglichkeit über das südlich gelegene Nachbargebäude hinweg zu schauen, weshalb Maisonette- wohnungen der Vorzug gegeben wurde.Sekundär wurde der Fluchtweg aus dem Dachgeschoss entwurfsentscheidend. Dieser ist durch ein, den gültigen VKF-Vorschriften entsprechendes, Treppenhaus zu führen. Die kleinstmöglichen Podeste entlang dieses vertikalen Fluchtweges sind mindestens zwei 1,2m x 1,2m grosse Flächen. Die Gebäudedimension lässt nur ein intern gelegenes Treppenhaus, bei welcher die Treppen der Maisonettwohnungen sinnhaft integriert werden können, zu. Wohnungsinterne Treppen schaffen einfach die Trennung zwischen den öffentlichen Räumen einer Wohnung (Wohn- und Essraum) und den privaten Räumen (Familienbad, Kinder- und Schlafzimmer) und zählen zudem zu den vermietbaren Flächen. Die Lage des Erschliessungskerns ist mittig im Gebäude und ermöglicht so zwei gleichwertig attraktive Wohnungen.Tertiär wurden die Baukosten berücksichtigt. Durch effiziente Doppelparker entlang der Ostfassade und der Vertiefung des Sockelgeschosses bis zur Grundstücksgrenze im Norden, um Platz für die nötigen Kellerabstellräume und den Technikraum zu schaffen, konnte auf ein zusätzliches Untergeschoss verzichtet und dadurch auch Kosten gespart werden.  Volumetrie und Gebäudehülle Volumetrisch verfolgt der Entwurf eine klare und kompakte Linienführung. Auf Auskragende Gebäudeteile und Versprünge der Geschosse wurde zugunsten der Energie- und Baukosteneffizienz verzichtet. Die grosszügigen Terrassen sind in das Volumen integriert. Eine Körperhaftigkeit des gesamten Entwurfs steht hierbei im Vordergrund. Betondecken sind als Stirnbänder, thermisch getrennt, an der Fassade sichtbar. Eine horizontal verschiebbare Holzlattung...
Wohnhaus Austrasse Meilen

Wohnhaus Austrasse Meilen

EnergiestandardMinergie AAuftragsart/ RealisierungDirektauftrag/ 2016-2018GebäudetypologieEinfamilienhausGeschossfläche 328 m² BaukostenCHF 3.2 Mio.BauherrschaftPrivatBesonderheitenPilot- und Demonstrationsprojekt   Projektbeschrieb Das Neubauprojekt besteht aus einem grosszügigen Einfamilienhaus auf zwei Geschossebenen mit Attikaausbildung und Blick auf den Zürichsee. Die Fassadenflächen werden als Holzkonstruktion mit Hinterlüftung und aussenseitig horizontaler Schalung ausgebildet. Innen vorgestellte Stahlstützen übernehmen die tragenden Funktionen. Im Kern des Gebäudes werden statt Stahlstützen Stahlbetonwände vorgesehen, die sich innenseitig als Sichtbeton zeigen. Die Decken des Gebäudes werden massiv aus Stahlbeton ausgebildet. Das Wohnhaus soll hinsichtlich seiner Gebäudehülle und Haustechnik wegweisend sein für den Einsatz hochdämmender Verglasung.Das Projekt, das sich exponiert am Siedlungsrand befindet, weist eine kompakte, jedoch in sich versetzte Grundrisssituation auf, die sich optimal ins Gelände einfügt. Der nördliche und horizontal versetzte Gebäudeteil um den zentral gelegenen Erschliessungstrakt ist der Umgebung angepasst und zeigt einen zurückhaltenden, soliden Charakter. Die Südwestseite dagegen ist mit grossem Fensterflächenanteil offen gestaltet und erhält durch vorgelagerte Beschattungselemente eine individuelle Anmutung. Die zurückversetzte Attikageschossebene bestimmt mit dem Spiel zwischen offenen und geschlossenen Flächen das äussere Erscheinungsbild.  Pilot- und Demonstrationsprojekt Grossflächige Verglasungen sorgen im Projekt Austrasse in Meilen für lichtdurchflutete Räumlichkeiten und liefern gleichzeitig hohe solare Einträge, die zur Senkung des Energiebedarfs beitragen und durch die Fensterläden geschickt gesteuert werden können. Gleichzeitig stellen die Fensterflächen jedoch die Schwachstelle der gedämmten Hüllfläche des Gebäudes dar, da die Dämmfähigkeit der Verglasung im Vergleich zu opaken Flächen wesentlich schlechter ist.Hochwärmedämmende Fenster stellen daher eine effektive Stellschraube zur Optimierung des Energiebedarfs des Gebäudes dar. Dabei bieten hochdämmende Vakuumgläser die Möglichkeit, den U-Wert, der mit herkömmlicher Verglasungen erzielt werden kann, zu senken. Insbesondere bei Gebäuden mit hohem Fensterflächenanteil wirkt sich dieser Effekt stark auf die Energiebilanz aus.Die Dämmwirkung wird...
Les îles de la vie – Wettbewerb AGGLOlac

Les îles de la vie – Wettbewerb AGGLOlac

Les îles de la vie Stadtquartier AGGLOlac, Biel und Nidau, CH,  2013 Städtebaulicher Ideenwettbewerb, 4. Rang (Weiterbearbeitung, Mai 2014) Projektbeschrieb Das Konzept «Les îles de la vie» basiert auf der Idee von einzelnen stadträumlichen Inseln, die je nach Lage unterschiedliche Typologien und Dichten aufweisen. Das Projekt schafft entlang des Sees einen sehr grosszügigen öffentlichen Grünbereich, den Seeufer-Park, der vom Ufer weit in das Quartier hinein reicht. Mit Hilfe einer trichterförmigen Gestaltung wird die Verbindung von Seeraum und Stadtraum auf eine selbstverständliche Weise hergestellt. Dadurch rückt die stadträumliche Verbindung nach Nidau in den Vordergrund und nicht nur der Fokus auf das Schloss. Diese Verbindung lässt Platzräume entstehen, die gleichzeitig zentrale Orte im Quartier formulieren. Die Nutzungskonzentration und relativ starke Verdichtung entlang der Dr. Schneider-Strasse unterstützen die Zentrumsbildung innerhalb des neuen Quartiers. Gleichzeitig bildet die Achse der Dr. Schneider-Strasse einen klaren Bezug zu Biel. Die drei verschiedenen Bebauungsmuster sind grundsätzlich gut auf die bestehenden Gebäude abgestimmt. Sie haben unterschiedliche Architektursprachen. Im Bereich Schloss nimmt die Bauvolumetrie zu und fasst den Schlosspark klar ein. Die Gebäudetypologien nehmen teilweise Rücksicht auf spezifische Lagequalitäten.Einige Lagen haben Seesicht und Bezug zum Wasser. Es werden auch Lagen mit direktem Wasseranstoss geschaffen. Die Mehrheit der Gebäude hat einen halb- und privaten Aussenbereich. Die beiden Wohnhöfe sollen öffentlich sein, wobei der Konsum klar abgetrennt wird von anderen Funktionen. Das Feuerwehrdepot wird teilweise zu Gunsten eines neuen Hotels abgebrochen. Der Grünraum entlang des Sees wird mehr oder weniger unverändert übernommen. Er bildet den grossen zusammenhängenden Seeufer-Park. Der Verlauf des neuen Kanals, welcher in der Verlängerung des Barkenhafens entsteht, ist feingliedrig gestaltet. Er wird vom Uferweg...

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